Auf dem Weg zum Kilimanjaro hatten wir schon so eine komische Vorahnung.
Es wahr so diesig, das wir den Berg nicht sehen konnten. Wir campten am Fuss des Berges und hofften, dass das Wetter am nächsten Tag besser wird.
Es war aber wohl nicht die rechte Jahreszeit. So war auch an einen Aufstieg, auch aus finanziellen Gründen (ca. 650US$/P!), nicht zu denken.
Also schlugen wir uns das aus dem Kopf und liessen auch den Serengeti Nationalpark links liegen, da auch dort kräftig zugelangt wird.
So wollten wir uns wenigstens das wohlklingende Sansibar anschauen. Wir fuhren mit dem Slow-Boat rüber und blieben eine Nacht in Stonetown (Sansibar Town).
Am nächsten Tag liessen wir uns dann mit einem dort üblichen Sammeltaxi an den südoestlichen Strand nach Jambiani karren.
Die Strände und das Wasser sind hier wirklich herrlich, aber wir wollten auch mal in den Norden schauen.
Dort ist auch alles ein bisschen durchgestylter und chic'er. Als wir an einer Bar vorbeischlenderten hatten wir mit einen "stoned"-ten Typen noch ein erwähnenswertes Verkaufsgespräch, welches wie folgt ablief:
"Hey, hello brothers, how are you ?"
"Thanks, I'm fine. Hope you too?"
"Ooh, oh, yeah ... I'm OK (grins)
You know everybody needs something to eat. You should have it every day and sometimes every few hours. Sometimes because you are hungry and sometimes just for fun. But everybody has to eat. Sometimes you like beef, and sometimes chicken. On an other day you prefer vegetables and sometimes it has to be fish. But always you need it, that's fact... (grins)... you know what I mean ?! ...
My sisters are over there, have a look and take a beer and just relax - is it OK ?!"
Aber die Schwestern waren nicht so der Hit, und wir hatten auch gerade keinen Hunger.
Dann ging es weiter nach Südwesten nach Morogoro. Wir blieben hier für eine Nacht, um am nächsten Tag in aller Ruhe durch den Mikumi Nationalpark zu fahren. Dieser ist nun nicht besonders toll, aber die Strasse führt nunmal hindurch, und so kommt man vielleicht in den Genuss kostenlos irgendwelche Viecher zu sehen.
Es war nicht allzuviel los, haben aber doch ein bisschen was rumlaufen gesehen.
Claus kam abermals mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Es gibt zwar keine Ortsschilder, aber er überschritt die zulässige Geschwindigkeit innerorts um sagen und schreibe 8 km/h. Wie die das so genau gemessen haben ist uns nicht ganz klar, aber ohne Quittung und unterhalb der Fensterkante kostete es nur die Hälfte. Das zweite Mal stellte der sehr gesprächige Polizist nach einer Weile fest, dass er (Claus) ohne Schuhe fuhr. Und dafür wäre eine Strafgebühr fällig. Da wir keine Lust mehr auf den Scheiss hatten, zahlten wir nicht und diskutierten lieber.
Auf einem Campingplatz einer Farm bekamen wir herrliches Rindfleisch, Bohnen und Kartoffeln. Dies wollten wir uns dann an unserem ersten Tag in Malawi gönnen. Also auf nach Malawi...