An der botswanischen Grenze musste das Auto erstmal durch ein Desinfektionsbad und wir mussten unsere Schuhe auf einer Desinfektionsmatte abtreten. Dummerweise hatte Gunter Badelatschen an und eine offene Stelle am Fuss - keine Ahnung, ob das so gut war. Bei allen weiteren Veterinärcheckpoints sind wir dann immer schnell in andere Schuhe geschlüpft - was das eigentlich bringen soll?
Es stellte sich dann sehr schnell heraus, dass Botswana quasi "menschenleer" ist. Hier laufen noch überall am Strassenrand die Elefanten und Giraffen herum und man kann überall "wild campen", was wir auch taten. Einem "Strassenrandelefanten", ein riesiger Bulle, sind wir mal zu nahe auf die Pelle gerückt, er ging in den Angriff über und ich rief hektisch zu Claus: "Schnell, gib Gaaas…".
Wir sind auch in den Magkadigkadi Pans (Salzpfannen) herumgefahren, eine sehr interessante Gegend. Das beste war aber mal das Lenkrad loszulassen und einfach nur Gas geben. Hier kann man einen Ziegelstein auf's Gaspedal legen und hinten in aller Ruhe sein Mittagessen kochen (das Salz für die Nudeln muss allerdings vorher vom Boden gekratzt werden) - soweit das Auge reicht, ist nichts.
Von den Salzpfannen sind wir dann zum Okawango-Delta gefahren. Hier begann die Suche nach dem "goldenen Veterinärgate" Namens Khurunxaraga. Dieser Name hat die Suche nicht gerade leichter gemacht, ... keiner wusste so recht von was wir eigentlich redeten. Unser Kartenmaterial hat auch nicht viel hergegeben. Nach mehren Anläufen und Fehlversuchen mussten wir schliesslich aufgeben. Es war wohl am Oberlauf des Okawango Regenzeit, sodass die Pisten immer im zu tiefen Wasser endeten. Wir versuchten es einfach nochmal an der Westseite. Dort gibt es Orte mit so wohlklingenden Namen wie Etsha 1-13, ist wohl so eine Art Sozialprojekt. Dort fanden wir endlich den Weg zum Delta über eine lustige Tiefsandpiste. Am Ende der Piste gab es eine wunderschöne Lodge direkt am Wasser. Nur haben uns die Preise wieder in die Wildnis getrieben. War auch besser so. An einem Wasserloch haben wir dann unser Camp aufgeschlagen. Es war bisher einer der schönsten Plätze auf unserer Reise, mit vielen wunderschönen Vögeln. Von hier ging's dann auch schon weiter nach Namibia...