Malawi Africa Botswana
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An der sambischen Grenze mussten wir zum ersten mal in unserem Leben das Grenztor selber öffnen, also alles easy. Da wir nur fix durch Sambia durchfahren wollten, fuhren wir bis zum Sonnenuntergang. Es viel sofort auf, dass hier viel weniger Betrieb auf den Strassen ist und so konnten wir auch am "Strassenrand" übernachten.
Den gesamten nächsten Tag machten wir auch nur Kilometer und die Landschaft gab auch nicht so viel her. Die einzigste Abwechslung waren die Polizeiposten, die uns alle auch nur durchwinkten. Schade, dabei wollten wir doch nur, dass uns mal jemand nach unserem zweiten Warndreieck fragt und sich mal unsere schönen, vorschriftsmässigen Katzenaugen vorne und hinten, sowie die rot-weissen Reflexionsstreifen anschaut. Den ganzen Misst haben wir extra in Malawi besorgt und angebaut, damit wir den landesüblichen Vorschriften entsprechen. Wir hatten gehört, dass die Polizeikontrollen sehr streng sein sollen, aber nüscht war…
Ein Checkpoint brachte dann doch mal eine Abwechslung. Mitten im Nirgendwo war eine Schranke mit einem Stopschild und einem "Tse Tse Checkpoint" (?) Schild. Aus dem Häuschen am Strassenrand kam auch gleich der Typ mit dem Kescher herausgesprungen, grüsste freundlich, ging einmal ums Auto, klopfte überall mal dagegen, um schliesslich den Kopf durch's Seitenfenster zu stecken und zu fragen: "Do you have any Tse Tse flies in your car?"
Wir schauten uns ein wenig irritiert an, da man ja für gewöhnlich keine Tse Tse Fliegen freiwillig spazieren fährt und verneinten. Ausserdem sind die Biester lästig. Als wir dann in Lusaka ankamen, trauten wir unseren Augen nicht. Hier gibt's riesige Einkaufszentren mit grossen bewachten Parkplätzen und Tankstelle.
Ausserhalb von Lusaka ist nichts - ein krasser Gegensatz. Wir also rein in die erstbeste Mall und sahen dort riesengrosse leckere Steaks - die mussten wir haben. Als wir vom Parkplatz fuhren viel uns ein, dass wir ja keine so grosse Pfanne hatten, also ab in die nächsten Mall.
An der nächsten grossen Kreuzung auf der vierspurigen Strasse mit extra Rechtsabbiegerspur wendeten wir. Auf dem Parkplatz vor der Mall sprach uns dann ein Motorradpolizist an und erzählte mir was von einem "Offense" und wir sollten ihm folgen. An der grossen Kreuzung standen weitere Polizisten, die uns erzählen wollten, dass wenden verboten wäre. Wir erklärten, dass hier doch kein Wendeverbotsschild steht, worauf sie uns weiß machen wollten, dass es soetwas in Afrika nicht gäbe. Nach längerer Diskussion fuhren wir aber dann ohne Bussgeld zu bezahlen weiter, kauften die Pfanne und siehe da, an der nächsten Kreuzung stand doch tatsächlich ein Wendeverbotsschild. Die Schlingel probieren es doch immer wieder.
Am dritten Tag kamen wir Nachmittags in Livingston an und fuhren auch gleich zu den Victoria Wasserfällen. Wir hätten nicht gedacht, dass die sooo breit sind (B:1,5km, H:100m). Sie machen ihrem Namen "Mosia-Tunya", der "Rauch der donnert", wirklich alle Ehre - einfach herrlich.
Am nächsten Morgen standen wir schon um 6:00! (in Worten: sechs Uhr) auf und waren trotzdem die Letzten. Die Südafrikaner sind schon krass drauf, die übelst durchgestylten Campingprofis (da sind die Holländer die totalen Anfänger dagegen) und vor allem immer endsfrüh auf den Beinen. Wir wollten einfach mal nicht zu spät in dem kleinen aber feinen "Mosi Oa Tunya" Nationalpark gleich neben den Wasserfällen sein. Der Park ist zwar nicht allzu gross, doch haben wir hier eine Vielzahl von Tieren zu Gesicht bekommen. Unter anderem auch unsere ersten Breitmaulnashörner. Sind schon ziemlich grosse Viecher, und verdammt schnell sind sie auch.
Am Nachmittag fuhren wir noch Richtung botswanischer Grenze, wo uns dann doch endlich mal ein Polizist nach unserem zweiten Warndreieck fragte und das Auto inspizierte. Er fand leider nichts und liess uns dann frustriert weiterfahren.
Wir setzten noch am selben Tag mit der "Autofähre" über den Zambesi nach Botswana über. Die Fähre war eher ein Ponton mit zwei Aussenbordmotoren an den Seiten. So richtig vertrauenserweckend sah das nicht aus.
Dennoch kamen wir heil in Botswana an …

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